Misereor 2010

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MISEREOR-Fastenaktion 2010: Klimawandel, Energie und Armut

Der Schutz der Umwelt, der Ressourcen und des Klimas erfordert,

dass alle auf internationaler Ebene Verantwortlichen gemeinsam handeln…

Der Energieversorgung kommt eine Schlüsselbedeutung zu.

In den Industrie-, aber auch in den Schwellen- und Entwicklungsländern

kann und muss sie Schritt für Schritt von fossilen Energieträgern unabhängig werden.

Die MISEREOR-Fastenaktion 2010 steht – wie schon 2009 – unter dem Leitwort „Gottes Schöpfung bewahren – damit alle leben können“. Wieder geht es um den Zusammenhang von „Bewahrung der Schöpfung und Armutsbekämpfung“, und wieder nimmt die Fastenaktion Bezug auf den Klimawandel, wobei sie diesmal die Aufmerksamkeit besonders auf einige Aspekte der weltweiten Energieversorgung lenkt.

Wie hängt die Armut in der Welt mit unserem Energiehunger zusammen? Welche Bedeutung hat es für den Klimawandel, dass die alten Industrieländer und so mächtige Schwellenländer wie China und Indien ihren noch immer wachsenden Energiebedarf in hohem Maße durch fossile Brennstoffe wie Erdöl, Erdgas und Kohle decken? Wie kommt es, dass viele Länder der sog. „Dritten Welt“ arm sind, obwohl sie doch reich an jenen heiß begehrten energetischen Rohstoffen sind? Welche Perspektiven bieten die sog. Agro-Treibstoffe – für das Klima, für uns und für die Menschen im Süden? Gibt es zum wachsenden Energiebedarf und auch zum vorherrschenden fossilen Energiepfad wirklich keine Alternativen?

Das sind Fragen, die die Welt bewegen, Fragen im Mittelpunkt der internationalen Wirtschafts- und Sicherheitspolitik, Fragen, die nicht zuletzt auch mit Gewalt und Krieg beantwortet werden und die deswegen auch alle berühren, denen Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung am Herzen liegen.